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Forschungsreise nach Helgoland (September 2018)

Reise und Ankunft im Schülerlabor

Acht interessierte Jugendliche und zwei Lehrerinnen landeten in Zelten auf Helgoland – bereit eine coole, chillige  Forschungswoche zu überleben.
Zu diesem Zeitpunkt war den Teenies noch nicht klar, dass das keine 4-Sterne Urlaubswoche werden wird-  mit ein bisschen Plastikkram und viel Freizeit. Es kam ganz anders.
Morgens, 6 Uhr, mit dem ersten Zug gings los nach Bremerhaven. Viel schweres Gepäck schleppen. Rein in den vollen Bus zur Museumsinsel. Dort das Gepäck bis zum Fährhafen schleppen, rollen, ziehen, zerren. Puh, geschafft. Rauf aufs Schiff. Gepäck gesichert und abgeriegelt! Huch, mein Handy, mein Trinken, mein ???. Wow, eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön…Tolle, sonnige, ruhige, interessante Überfahrt. Wann sind wir da?

Ah, jetzt, ja – eine Insel! Der rote Felsen erscheint in Sichtweite. Jetzt kann´s nicht mehr lange dauern!

Um 13 Uhr Ausbooten auf Helgoland. „Nee, nä, boa, das mach ich nicht.“ „Tja, dann tschüß. Viel Spaß bei der Rückfahrt. Komm gut nach Hause!“ Alle haben es sicher geschafft, dank der zupackenden „Seebären“. Der erste Koffer ist kaputt. „Los, los, Beeilung bitte!“ Wir müssen vom Nordhafen zum Mittelhafen wandern, um unser Gepäck zum Zeltplatz zu bringen. Wieder ins Börteboot, diesmal zur Düne rüber. „Frau Müller bist Du da?“ Gepäck schleppen. Zweiter Koffer defekt. Jippie, Gepäckwagen gefunden. Gepäckwagen steuern und alles heile von A nach B transportieren, nicht so einfach, aber unterhaltsam. Krawumm! In 2 Sekunden 2 Pop-up-Zelte aufgebaut. Gepäck reingeschmissen. Natürlich ohne Wertsachen und was noch bis abends gebraucht wird. Block und Stift nicht vergessen! Zurück zum Dünenhafen, ab ins AWI-Schülerlabor. „Schnell, schnell, nicht trödeln bitte, wir schaffen das Börteboot nicht und kommen zu spät.“ ..Hetz, hetz…diesmal zum Glück ohne Gepäck… voll fertig, aber geschafft! Die Besatzung der Dünenfähre: „Na, Frau Müller, was wollen Sie denn schon wieder hier?“ …Zurück auf der Hauptinsel…Los, los, los…Freizeit ist später!

14 Uhr im AWI-Schülerlabor: Begrüßung, Kennenlernen, Sicherheitsbelehrung, Einweisung: Die Arbeit beginnt! Problemstellung: Gibt es Plastikverschmutzung am Strand? Vermutungen anstellen, Ideen entwickeln, Lösungen finden.

Forschungs-methode kennenlernen: Strand-Monitoring! Zurück zum Strand am Mittelhafen mit Eimern, Wannen und anderem Material. Zwei vergleichbare Gebiete festlegen; nah an der Wasserkante; 50cmx50cm; Wie groß ist das? Rechnen! Genau abmessen! Von der Strandoberfläche eine 2cm Sandschicht gleichmäßig abtragen! Nun wissen wir, wofür die Eimer und Wannen waren. Alles zurück schleppen. Boa, ist das alles schwer. Die ersten Schuhe sind nass. Zurück zum AWI. Das am Strand entnommene nasse Untersuchungsmaterial wird gewogen. Eine feuchte 10g Menge wird abgewogen und abgefüllt, um sie zu trocknen, damit das Trockengewicht ermittelt werden kann. Alles umrechnen.

Nun beginnt die Goldwäscherei…Das Material wird in Siebe gefüllt von 5mm bis 1mm Maschenweite. Hierbei wird der Sand ausgespült und die großen Teile von den kleinen Teilen getrennt. Die ersten Ärmel und Pullover sind nass, weitere Schuhe tropfen. Es ist witzig, pitschig, kalt, nass und anstrengend schwer. Als Team muss agiert werden, das heißt: zusammen arbeiten, helfen, denken, miteinander kommunizieren und dabei genau arbeiten und sich konzentrieren. Das ist körperlich anstrengend, der Sand, die Steine, das Wasser schwer, nix verschütten. Bloß nix ins falsche Behältnis abfüllen, dann darfst du alles nochmal machen. Endlich fertig. Das Untersuchungsmaterial ist herausgefiltert. Toll. Aufräumen, alles ordentlich sauber machen. Geräte reinigen und trocknen. Das übriggebliebene Strand-Stein-Sandmaterial wieder zum Strand an die Entnahmestelle zurück schleppen, zum Labor zurück, Eimer ausspülen und die Untersuchungsproben für den morgigen Tag vorbereiten. Die nächsten Schuhe sind jetzt richtig nass, die Hosen auch. Da kommt Freude auf. Aber die gute Laune und die Fröhlichkeit siegt.

Was ist eine konzentrierte Salzlösung? Wie wird sie hergestellt? Mit welcher Formel berechne ich die Salzmenge für 1l Wasser? Welche Gefäßgröße nehme ich, wenn noch meine Materialprobe in das Becherglas dazu muss? Und rühren, rühren, rühren. Fertig! NÖÖÖ…Material einfüllen und rühren, rühren, rühren. Alles bitte bis auf den Grund rühren. Nicht überschwappen lassen. Abdecken, damit keine Verunreinigungen hereinfallen. Das Ganze muss jetzt bis morgen „abstehen“! Fertig! NÖÖ! Sauber machen! Alle genutzten Geräte und Tische trocknen und vorher penibel mit Süßwasser das Salzwasser abspülen! Alles an den korrekten Ort zurückstellen. Stühle runter stellen und Raum fegen.

Tschüß, bis morgen früh, 10Uhr, raus und FERTIG!

Survival & Camping:

Es ist mittlerweile 17.45 Uhr, um 18Uhr schließt EDEKA…Wo ist der überhaupt??? Alles zügig hinter Frau Hoek hinterher…wir haben nichts zum Abendbrot, keine Getränke, sind komplett groggy, haben aber Hunger, Pippi, Durst: „Hopp,hopp,hopp…Ab zu Edeka und überlegt euch, was ihr für Abendbrot und Frühstück braucht!“ Schwer mit Essen, Trinken und den ersten Leckerlies bepackt trotten wir an diesem Tag zum 6. Mal zum Mittelhafen, damit wir zur Düne „rübergebootet“ werden. Freizeit, leider nicht möglich, denn es ist in ca. 1,5 Std. Sonnenuntergang und die Zelte müssen noch aufgebaut werden. Hurra, Stimmung, Senf an der Decke! Alle sind fröhlich, vollkommen müde, platt und immer noch pitschnass, aber trotzdem gut gelaunt. „Ach, da kommt ja Frau Müller wieder.“ Rauf aufs Börteboot, rüber zur Düne. Freude! Wir kurven wieder mit den Gepäckwagen durch die Gegend. Diesmal ohne große Schäden. Auch hier übt sich, durch Wiederholung. Zelte, aufbauen, Gepäck verteilen. Kann wer helfen? Die Heringe halten nicht! Nimm die langen Sandheringe! Wie mach ich das? Hat wer einen Hammer. Geschäftiges Treiben, gefolgt von Flüchen, Gekicher, gegenseitiger Unterstützung, Spaß und der Vorfreude, sich auf eine Entdeckungsreise zu begeben: „Gibt’s hier überhaupt Toiletten? Duschen? Oder müssen wir in die Dünen?? Und wo ist das Meer? Lass mal zum Strand gehen!!“

Aufbruchstimmung, Entdeckungsfreude, Neugier!!! Supertolle unkomplizierte, willige Truppe mit Witz, Charme, Energie und einem kaum endenden Mitteilungsbedürfnis. Was für ein Nachthimmel! Dies war der ERSTE TAG!

Auswertung der Mikroplastikproben: Am nächsten Tag wird geprüft, ob Plastikteilchen an der Oberfläche der am Vortag angesetzten Salzlösung schwimmen. Weiterhin erfolgt die Auswertung der Mikroplastikproben durch vorsichtiges Abschütten durch ein Sieb, durch Untersuchungen mit dem Binokular und dem Infrarotspektrometer.

Berufsorientierung:  Zusätzlich erfolgt ein sehr interessantes und vielseitiges Berufskunde-Interview mit einer Technischen Assistentin, einer Chemikerin, die an ihrer Masterarbeit schreibt, einer Diplombiologin, einer Umweltwissenschaftlerin und einem FSÖJ-ler. Die Schülerinnen und Schüler bekommen einen Einblick in unterschiedliche Berufe aus der Wissenschaft.

Untersuchungen zum Makroplastik: Es werden wieder Proben genommen – diesmal am Nordstrand und zum Makroplastik. Ein großer Transekt wird abgesteckt und abgesucht. Wir finden Plastikbruchstücke und große Paraffinklumpen. Im Schülerlabor erfolgt die Bestimmung der unter-schiedlichen Materialien und Plastikarten der Fundstücke mithilfe der Bestimmungs-literatur.

 

Ein Tag mit Untersuchungen und Führungen vom Verein Jordsand:

Wir treffen uns früh am Lummenfelsen. Die Basstölpelkolonie ist nicht zu überhören und nicht zu „überriechen“. Es werden Klang- und Bildaufnahmen von diesen eindrucksvollen Vögeln gemacht. Der Ornithologe Elmar Ballstaedt erzählt uns etwas über seine Forschung zum Einfluss von Plastik auf die Helgoländer Seevögel. Wir werden wieder zu Forschern und untersuchen mit Ferngläsern und einem Spektiv Verstrickungsraten von Basstölpeln und Trottellummen am Lummenfelsen. Basstölpel verwenden Plastikfäden aus dem Meer zum Nestbau. Vor allem junge Basstölpel und Trottellummen, die diese Nester nutzen, erhängen sich an den Plastikfäden und verenden qualvoll. Mit unseren Untersuchungen können wir diese traurige Theorie bestätigen. Wir stärken uns erst einmal in der Pizzeria im Unterland. Der Dünenführer Sebastian (Verein Jordsand) klärt uns während eines Spaziergangs auf der Düne über die Pflanzen- und Tierwelt auf. Wir probieren den Meersenf, eine Pflanze, die am Strand wächst, und lernen viel. Es gibt nicht nur Seevögel auf Helgoland. Verschiedene Zugvögel nutzen den Süßwasserteich auf der Düne als Raststation. Um die Ruhe der Meeressäuger nicht zu stören, halten wir ca. 30m Abstand. Das größte freilebende Raubtier Deutschlands ist die Kegelrobbe, die hier in großer Anzahl vorkommt und auch uns beobachtet.

Wir bestimmen Vögel und Versteinerungen, die überall am Strand herumliegen. Auch der berühmte Helgoländer Feuerstein wird hier angespült. Wir bedanken uns beim Verein Jordsand, dem Schülerlabor des Alfred-Wegener-Instituts und der Campingplatzverwaltung für die tollen Erlebnisse und interessanten Untersuchungen!

Vögel sterben durch unsere Plastikabfälle

Modell

Das Modell zeigt einen schönen Strand, der allerdings voll mit Plastikabfällen ist. Zudem sind zwei unterschiedliche Vögel zu erkennen. Sie sind auf der Suche nach Nahrung. Diese zwei Vögel sollen verdeutlichen wie sie durch unsere Plastikabfälle leiden bzw. sterben. In dem Inneren der Vögel kann man erkennen, dass anstatt gesunder Nahrung, sich Plastikmüll in den Mägen der Vögel befindet.

Thema

Immer mehr Vögel leiden unter unseren Abfällen. Das Thema ist schon seit mehreren Jahren bekannt und doch gibt es keine Erfolge gegen die Bekämpfung der Vergiftung von Vögel. Alle Arten von Vögeln und Tiere sind durch Plastikabfälle betroffen. Das Problem fängt damit an, dass sich enorm viel Plastikmüll im Ozean sowie auf dem Land befinden. Speziell Plastik lässt sich nur schwer abbauen. Durch Forschungen ist bekannt das diese Plastikstückchen für Tiere nach etwas Essbarem riechen und somit mit Futter verwechselt werden.

Folge

Als Folge daraus leiden Vögel durch verletzte Innenorgane. Die Vögel können diese Stoffe nicht verdauen und haben kein Hungergefühl dies führt zu ihrer Abmagerung bis hin zum Tod. Ein anderes Szenario wäre, dass sich Vögel an Fischernetzen oder gleichem verheddern. Durch das Verheddern an diesen Netzen erwürgen sich die Vögel, da sie sich aus eigener Kraft nicht befreien können.

Wichtigkeit der Vögel

Stellt euch die Frage wie es wäre, wenn es keine Vögel mehr gäbe? Allein die Vorstellung ist beängstigend. Die Rolle der Vögel scheint einfach unterschätzt zu werden. Die Welt würde unter einer enormen Insektenplage leiden, da diese nicht mehr von den Vögeln gefressen werden. Aber auch Vögel sind Hauptnahrungsmittel für verschiedene Lebewesen. Außerdem sind Vögel Blütenbestäuber, Samenverbreiter und Schädlingsbekämpfer.

Meine Meinung

Meiner Meinung nach sollten wir alle plastikfreier leben, da wir die Verantwortung für unsere Umwelt tragen. Vor allem durch den Klimawandel, den die Menschheit hervorgerufen hat, müssen wir erst recht schneller und effizienter handeln. Zudem ist es beängstigend das Milliarden Arten von Vögeln und Tiere die durch das verantwortungslose Handeln von Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden, vom Aussterben bedroht sind.

Miran Elif Özhan (9b)

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